Gestaltung: Georg Pöchhacker

anim_logo.gif

“…entweder Sex - oder Poesie…” - Ide Hintze

“…das Fleisch gewordene Wort…” - Michaela Falkner

“…Ängste bannen durch das Wort…” - Robert Schindel

Gespräche über das (Lehren/Lernen von) Schreiben.

1991 wurde die Schule für Dichtung (sfd) gegründet. Ihr Leiter, Ide Hintze, verficht einen 4-dimensionalen Poesiebegriff. Poesie greift daher längst über das geschriebene Wort hinaus. - Das ist ein Trick der sfd. Große Namen ein anderer.

Falco ist so einer. 1995 leitete er eine Klasse. Seinen 51.Geburtstag nahm man zum Anlass, “Falcos many languages” wissenschaftlich in einem Symposion am 18.Februar im Büro der sfd bzw. im RadioKulturhaus aufzuarbeiten. Denn, dass Falco auch ein großer “Weener” Poet war, wird in massenbedienenden Popsongs oft überhört.

Anhören: [Teil 1] [Teil 2] [Teil 3]

Schule für Dichtung
Mariahilferstraße 88a/III/7
1070 Wien
Telefon: 01-522 35 26

#####################################################################

Michaela Falkner wird zwischen 28.April und 3.Mai ihre erste Klasse an der sfd leiten: “Das Manifest. Der Manifestierende. Sich an die Wand stellen ein todernstes Spiel vollführen …”. Und genau das hat sie in ihrer Klasse vor. Sie ist keine Lehrerin im klassischen Sinn, sondern eine Manifestierende, die ihren Schülern etwas “vor die Füße wirft”. Abschluss der Klasse bildet eine Performance am Balkon der sfd.

Anhören: [Teil 4]

Termine:

28.März, Literaturhaus Wien: Lesung aus “Falkner II”

28.April, Alte Schmiede: Einführungsvortrag & Lesung zur Klasse:
“DAS MANIFEST. DER MANIFESTIERENDE
zum intentionalen und performativen Impetus von Texten”

3.Mai, ab 15Uhr, Balkon der sfd: “AN ANGEL WENT UP IN FLAMES. Ein todernstes Spiel vollführen …”

###################################################################

Robert Schindel lehrt in seinen Klassen die Technik des Schreibens. Es kommt nicht so sehr darauf an, was geschrieben wird, sondern “das WIE entscheidet alles!” Letztlich bleibt die Form aber Geheimnis, vor allem für den, der sie hervorbrachte, den Autor. Für Schindel stellt sein Schreiben einen Akt der Angstbannung dar. In seinem Roman “Gebürtig” (1992) schilderte er das Leben und die Ängste der jüdischen Nachkriegsgeneration.

Anhören: [Teil 5]

Termine:

3.-6.April, Wurzelhof Langschlag/Waldviertel: Schreibwerkstatt Langschlag. Seminare zum literarischen Schreiben für Beginnende und Fortgeschrittene - in Kooperation mit der sfd und kolik

###################################################################

Buchtipps:

Christian Ide Hintze / schule für dichtung (hg.): viva la poesia
schule für dichtung - nick cave, falco und allen ginsberg
songs, bilder und anekdoten. buch + cd
Residenz Verlag, Salzburg 2002

Christian Ide Hintze: DIE GOLDENE FLUT. gedichte.
Kiepenheuer & Witsch, Köln 1987

Michaela Falkner: A Fucking Masterpiece
Czernin-Verlag, Wien 2005

Michaela Falkner: Falkner II. Eine Moritat in siebzehn Bildern
Czernin-Verlag, Wien 2005

Robert Schindel: Gebürtig
Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992

Robert Schindel: Ohneland. Gedichte vom Holz der Paradeiserbäume. 1979-1984.
Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986