Gestaltung: Georg Pöchhacker

“Wer von den Heutigen
hat noch eine Ahnung davon,
dass Denken eine Form
des Tanzens sein könnte?”

(Friedrich Nietzsche)

Dass das Denken tanzen kann, dass uns Gedanken berühren und bewegen -
das bewiesen an zwei Abenden im Kosmostheater eine Reihe von Performances, die alle Sinne ansprachen.

Am 17. & 18. Juni holten Arno Böhler (Philosoph und Filmemacher) und Susanne Granzer (Schauspielerin) die Philosophie auf die Bühne des Kosmostheaters. In insgesamt vier “Lecture Performances” versuchten Künstler und Philosophen auszuloten, inwieweit Denken etwas Sinnliches sein könnte. Denn das Denken, das Philosophieren passiert nicht ohne unseren Körper.
Also wurde
getanzt \ gesprochen / gehört \ geschmeckt / gesehen \ gespürt

- berührt –

kurzum: mit vollem Körpereinsatz philosophiert.

Anhören: [Teil 1] [Teil 2] [Teil 3]

Philosophy on Stage ist Teil eines über drei Jahre angelegten Forschungsprojekts mit dem Titel “Materialität und Zeitlichkeit performativer Sprechakte”.
Eröffnet wurde Philosophy on Stage von der Tänzerin Saskia Hölbling und dem Burgschauspieler Philipp Hauß, die der Frage nach dem “Sinn des Sinns” nachgingen.

Saskia Hölbling
Philipp Hauß

In “Acts Educate“, einem Hörstück, untersuchten Annette Baldauf (Sozialwissenschaft), Milli Bitterli (Tanz) & Andrea B. Braidt (Theaterwissenschaft), inwieweit Bildung nicht auch durch Kunst passieren könnte.

Milli Bitterli

Nietzsches Greatest Hits” hieß die Performance der Organisatoren, Arno Böhler und Susanne Granzer. Die Vielschichtigkeit Nietzsches Werk wurde hier versucht freizulegen. Schauspiel, Video- u. Audioeinspielungen, sowie akademischer Vortrag trafen einander.

Arno Böhler
Susanne Granzer
Grenzfilm

Schließlich luden der Elektronik-Musiker Patrick Pulsinger und der Schlagzeuger Paul Skrepek zu einem “Tanz auf Distanz”. Sie begleiteten einen Vortrag des Medienphilosophen Georg Christoph Tholen.

Patrick Pulsinger
Paul Skrepek
Georg Christoph Tholen